Der Herausgeber Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre M.A. (geb. 1946 in Ergoldsbach) studierte nach dem Abitur in Landshut an den Universitäten München und Münster Germanistik, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie. Nach der Magisterprüfung in München im Jahre 1975 promovierte er bei Prof. Heftrich 1978 in Münster über Jean Paul (Der Weise auf den Thron! Studien zum Platonismus Jean Pauls. Stuttgart: Klett-Cotta 1980) und war in der Folgezeit in Fribourg (CH), Bamberg und Gießen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter tätig. 1985 habilitierte er in Gießen mit einer Arbeit über selbstbezügliches Theater vom Barock bis zur Gegenwart (Eine Komödie und auch keine. Theater als Stoff und Thema des Theaters von Harsdörffer bis Handke. Wiesbaden: Franz Steiner Verlag 1989). Seit 1986 unterrichtet Joseph Kiermeier-Debre unterbrochen von Lehrstuhlvertretungen an der Universität Gießen und Freiburg und von einer Gastdozentur an der Universität der Künste in Berlin im Fach »Szenisches Schreiben« als außerplanmäßiger Professor am Institut für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München.Parallel zum Studium und zur wissenschaftlichen Arbeit war Prof. Kiermeier-Debre an den Stadttheatern Landshut, Ingolstadt, den Kammerspielen München und bei verschiedenen freien Theatergruppen als Schauspieler, Regieassistent, Dramaturg und Regisseur tätig. Später erweiterte sich mit der kuratorischen Betreuung der Ausstellung des Lebenswerks von Carl Amery im Foyer der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig (das gleichnamige Buch zur Ausstellung »... ahnen, wie das alles gemeint war« erschien 1996 im List Verlag) das Spektrum praktischer Literaturvermittlung zunehmend in Richtung Ausstellungs- und Museumswesen. Seit dem Jahr 2000 arbeitet der »Tausendsassa der Kultur«, so die »Allgäuer Zeitung« (7.11.2006), hauptamtlich als Leiter und Kurator des Antoniter-/ Strigelmuseums und der MEWO Kunsthalle der Stadt Memmingen. Hier zeichnet er seither für viele Sonderveranstaltungen und musikalisch-literarische Begleitprogramme verantwortlich. Als Autor und Herausgeber hat Prof. Kiermeier-Debre zur Literatur, zum Theater und zur Kunst vom Barock bis zur Gegenwart zahlreiche Veröffentlichungen und Aufsätze vorgelegt. Zuletzt erschienen eine umfangreiche Sammlung noch nicht veröffentlichter Essays des Schriftstellers Carl Amery im Luchterhand Verlag unter dem Titel »Arbeit an der Zukunft« und eine zusammen mit Fritz F. Vogel erarbeitete Monographie über den Maler "Josef Madlener" bei Böhlau in Köln. Das "beglückend schräge Buch", so die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (16.02.2007), präsentiert in opulenter Gestaltung der Verfasser das Lebenswerks des skurilen Künstlers, der Tolkien mit einem seiner Bilder die Vorlage zu seinem Zauberer Gandalf geliefert hat. Die ebenfalls mit Fritz F. Vogel gemeinsam herausgegebene Anthologie »Poetisches Abracadabra« beim Deutschen Taschenbuch Verlag (1992) und das beim Ravensburger Verlag erschienene Bilderlexikon »Das Alphabet - Die Bildwelt der Buchstaben von A-Z« (1995) waren von Presse und Publikum nicht minder gelobte Bücher und wurden von der Stiftung Buchkunst in Frankfurt als vorbildlich in Gestaltung und Layout mit ersten Preisen im Wettbewerb der schönsten deutschen Bücher ausgezeichnet. Für den Deutschen Taschenbuch Verlag stellte Prof. Kiermeier-Debre nach dem wunderlichen »Poetischen Abracadabra« weitere erfolgreiche Lyrik-Bände zusammen (u.a. zu Klabund und Schiller), und seit 1997 hat er vor allem alle Bände der »dtv-Bibliothek der Erstausgaben« (bisher 70 Bde) herausgegeben und kommentiert. In der aktuellen Kanondebatte und dem Für und Wider der Rechtschreibreform hat sie sich mit ihren editorischen Grundannahmen bestens bewährt. |
Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre M.A. (geb. 1946 in Ergoldsbach) studierte nach dem Abitur in Landshut an den Universitäten München und Münster Germanistik, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie. Nach der Magisterprüfung in München im Jahre 1975 promovierte er bei Prof. Heftrich 1978 in Münster über Jean Paul (Der Weise auf den Thron! Studien zum Platonismus Jean Pauls. Stuttgart: Klett-Cotta 1980) und war in der Folgezeit in Fribourg (CH), Bamberg und Gießen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter tätig. 1985 habilitierte er in Gießen mit einer Arbeit über selbstbezügliches Theater vom Barock bis zur Gegenwart (Eine Komödie und auch keine. Theater als Stoff und Thema des Theaters von Harsdörffer bis Handke. Wiesbaden: Franz Steiner Verlag 1989). Seit 1986 unterrichtet Joseph Kiermeier-Debre unterbrochen von Lehrstuhlvertretungen an der Universität Gießen und Freiburg und von einer Gastdozentur an der Universität der Künste in Berlin im Fach »Szenisches Schreiben« als außerplanmäßiger Professor am Institut für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München.