Diesem Motto folgt die dtv ›Bibliothek der Erstausgaben‹ seit im April 1997 Lessings ›Nathan der Weise‹
als erster Titel der Edition erschienen ist. In den vergangenen zehn Jahren entstanden insgesamt über 70
Bände, bis hin zu jüngeren Klassikern des zwanzigsten Jahrhunderts, und weitere Bände
werden folgen.
Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre, der an der LMU München lehrt und die MEWO Kunsthalle in Memmingen
leitet, hat alle Bände der Reihe herausgegeben und kommentiert.
Die Besonderheiten der Edition auf einen Blick:
- Originaltext in moderner typographischer Gestaltung
- Originalpaginierung
- Zeilenzähler
- Handliches Format (116 x 170 mm)
- Kunstvoll gestaltete Umschläge
- Anhang zu Verfasser, Werk und Textgestalt
- Zeittafel
- Glossar
- Fairer Preis
Die dtv ›Bibliothek der Erstausgaben‹ ermöglicht dem Leser einen einzigartigen Einblick in die originalgetreuen
Texte von Lessing, Goethe, Hölderlin, Kafka und vielen anderen Klassikern. Sie gestattet dem Leser die
unmittelbare und unverstellte Beschäftigung mit dem dichterischen Wort und liefert zuverlässige,
zitierfähige Ausgaben der Texte ohne eine kurzsichtige Modernisierung der Schreibweise. Praktische
Hilfen wie die Originalpaginierung, der Zeilenzähler und die moderne typographische Gestaltung an Stelle
der schwer lesbaren Frakturschrift vieler Originalvorlagen machen die Bände der dtv ›Bibliothek der
Erstausgaben‹ zu idealen Textgrundlagen für Schule und Studium. So erhalten Lehrende, Schüler und
Studenten eine erschwingliche Arbeitsgrundlage, in der die Historizität der Texte greifbar ist, und
Literaturliebhaber erleben durch diesen einmaligen Textzugang eine kleine Sensation. Jeder Band enthält
zusätzlich zum Originaltext einen Anhang zu Verfasser, Werk und Textgestalt sowie eine Zeittafel und ein
Glossar, das die heute nicht mehr gebräuchlichen Wörter erklärt.
Die Authentizität der Texte, das handliche Format und die ansprechende Ausstattung machen die Bände
der Edition zu idealen Sammlerstücken, denn, wie sagte schon Goethe:
»Ich habe daraus gelernt wie ein Autor, durch eine zweyte veränderte Auflage seiner Geschichte, und
wenn sie noch so poetisch geworden wäre, nothwendig seinem Buche schaden muß. Der erste Eindruck findet
uns willig, und der Mensch ist so gemacht, daß man ihm das abenteuerlichste überreden kann, das haftet
aber auch gleich so fest, und wehe dem, der es wieder auskrazzen und austilgen will.« (Goethe, Die
Leiden des jungen Werthers. Erstdruck 1774, S.91)
Reaktionen zum Start der Reihe 1997
»Editorische Sorgfalt, Aufmachung und Preis stehen in einem gut ausgewogenen Verhältnis, und man
wird keinen Augenblick zögern, im akademischen Unterricht von nun an Ihre Ausgaben einzusetzen.«
Prof. Dr. Dieter Martin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
»Dem Verlag mein Glückwunsch zu dieser Initiative. Das ist ein Einfall, der meinen ungeteilten
Beifall findet. Ich werde mir angewöhnen, mit Ihrer Reihe zu arbeiten.«
Harald Weinrich, inzwischen emeritiert, war u.a. Professor der Universitäten Kiel, Köln,
Bielefeld und München sowie am Collège de France
»Ich bin in jeder Hinsicht begeistert von dem Projekt und den vorliegenden Resultaten und hoffe auf
ein nachhaltiges Interesse auch außerhalb der Universitäten. Mit Sicherheit wird Ihre Reihe aber
gerade bei den Studenten eine große Nachfrage erfahren, vor allem begünstigt durch den erschwinglichen
Preis. Entsprechend werde ich meine Studenten ohne zu zögern auf das einzigartige Novum aufmerksam
machen.«
Prof. Dr. Klaus-Peter Konerding, Universität Heidelberg
»[...] Es ist immer wieder eine beglückende Erfahrung, mit diesen Texten (ich habe sie im 9.
und 11. Schuljahr eingesetzt) zu arbeiten, das Format, das Schriftbild, der Einband schaffen Lesegenuss
auch in der Schule, die Schüler nehmen diese Bände gern in die Hand, lesen bereitwilliger
wegen der guten Textgestaltung und wir Lehrer freuen uns, Originaltexte unseren Schülern in einer
Form anbieten zu können, die sie akzeptieren. Darum herzlichen Dank für Ihr Engagement!«
Heidrun Geweniger, Lehrerin, Wiesloch
»Textauswahl und Buchgestaltung sind hervorragend gelungen. Die einzelnen Bände, handlich und
biegsam, gar nicht teuer, gut zu lesen für alte und junge Augen, holen die schwergewichtigen
»Klassiker« vom Podest ihrer Erhabenheit, machen sie wieder leicht und transportabel fürs
lesende Volk, ohne daß sie »reclamisiert« erschienen.
Daß es sich um die Reproduktion von Erstausgaben (mit dem Ausweis der damaligen Paginierung) handelt, ist
für den Fachmann hochinteressant. Darüberhinaus kommt es der gerade heute wieder zunehmenden
Tendenz zum Authentischen, Ursprünglichen entgegen.
Da die alte Orthographie beibehalten worden ist, werden dem Leser, ob Fachmann oder Laie, unentwegt kleine,
produktive Lektüreschocks versetzt: Man erfährt den Abstand der Zeiten, erhält, allein schon
dadurch, eine Ahnung vom historischen Produktionsprozeß, sieht sich nachdrücklich aufgefordert, im
Klassischen, angeblich vertrauten und Bekannten das Anderem Fremde, Nicht-Klassische zu erkennen.«
Prof. Dr. Franz Norbert Mennemeier, Emeritus der Universität Mainz
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